Kalima auf Lanzarote

Kalima auf Lanzarote – Woher der Wind weht.

Lanzarote liegt in der Passatzone der nördlichen Halbkugel der Erde. Hier herrschen fast immer mäßig starke und sehr beständige Winde aus den Windrichtungen Nord- bis Nordost, der Passat. Der ständig wehende Wind hält die Durchschnittstemperaturen im Jahresmittel ungefähr bei angenehmen 20,5°.

An einigen Tagen im Jahr dreht jedoch die Windrichtung. Es kommt heißer Wind aus Ost- bis Südostrichtung. Kalima oder auch Calima.

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In der Sahara werden zu dieser Zeit Sandpartikel durch Stürme und starke Thermik in große Höhen und dadurch weit raus auf den Atlantik befördert. Der nun vorhandene Südostwind bringt sowohl die heiße Luft als auch die Staub- und Sandpartikel nach Lanzarote.

Die Sicht ist in starken Tagen so sehr eingeschränkt, daß man keine 50 m sehen kann. Der Flugverkehr ist beeinträchtigt und die Anflugrichtung muß geändert werden. Die Temperaturen nachts liegen nur unwesentlich unter denen des Tages. Diese Wetterlage dauert manchmal nur ein paar Stunden, kann jedoch auch Tagelang andauern. Im Hochsommer sind, bei anhaltendem Kalima, Werte von über 40° schnell erreicht. Die Straßen und alle Gegenstände, die sich draußen befinden sind von einer feinen, ockerfarbenen Staubschicht überzogen. Der heiße Wind kann erhebliche Schäden an der Vegetation anrichten und ist bis zu einer Höhe von ca. 300 m akut. In höheren Regionen sinkt die Temperatur recht bald ab.

 

Bauernmuseum „El Patio“ in Tiagua

Museo Agrícola „El Patio“ in Tiagua

TiaguaAuf den Spuren der Vergangenheit kann man im Museo Agrícola „El Patio“ in Tiagua wandeln. Das Anwesen mit dem Bauernhaus aus dem Jahr 1840 gehört zu den größten und ältesten landwirtschaftlichen Betrieben auf Lanzarote. Der weitläufige Gebäudekomplex ist gleichzeitig ein Völkerkundliches Museum und verbindet Tradition, Natur und authentische lanzarotenische Architektur. Ein Spaziergang über das Landgut zeigt, dass in Tiagua der Anbau von Obstbäumen, Tomaten, Getreide und Gemüse, sowie die Zucht von Nutztieren weiter betrieben wird.

 

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Cueva de los Verdes

Das spektakulär in Szene gesetzte Naturphänomen der Cueva de los Verdes war eines

Cueva de los Verdes Lanzarote

der ersten Zentren für Kunst, Kultur und Tourismus auf Lanzarote. Die Einweihung fand im Jahr 1964 statt, nachdem die Inselregierung beschlossen hatte, Lanzarote zu einem touristisch hochwertigen Ziel zu entfalten. Das ehrgeizige Projekt ist unter der Leitung von Jesús Soto entstanden.

Sowohl die Ausleuchtung der Höhlengänge, als auch der Verlauf des Rundgangs sind von Soto in der heutigen Form geplant und umgesetzt worden.

Der respektvolle Eingriff in die Natur fand hauptsächlich im Außen- und Eingangsbereich statt.

Die Cueva de los Verdes findet man im Norden Lanzarotes, in der Gemeinde Haria, nahe der Jameos del Agua. Hier brach vor mehr als 3000 Jahren der Volcán de la Corona aus. Der Lavastrom bildete unterirdisch einen Vulkantunnel, der sich über sechs Kilometer ausdehnt, und vom Vulkankegel bis zum Atlantik reicht. 

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FEUERBERGE, Timanfaya Nationalpark

Am Abend des ersten September 1730 öffnete sich die Erde in der Nähe von Yaiza.

Feuerberge - Timanfaya

Begleitet von Donner und Explosionen, dessen Lautstärke wir uns nicht vorstellen können, entstand eine bizarre Vulkanlandschaft.

Der heute als Nationalpark besonders geschützte Teil hat eine Fläche von ca. 51 km², der Gesamtumfang der in dieser Periode entstandenen vulkanischen Landschaft beträgt 174 km². Zum Vergleich: Aachen hat eine Fläche von ca. 160 km², Saarbrücken von 167 km².

Die vulkanische Landschaft ist bis heute unverändert und für Forscher ist dies ein riesiges Outdoor – Labor um Besiedelungsprozesse von Flora und Fauna zu studieren. Entlang des Timanfaya entwickelten sich geothermische Anomalien. Das Zentrum wurde auf dem Eiland des Hilario lokalisiert, hier herrschen an der Bodenoberfläche hohe Temperaturen, die aus tieferen Schichten stammen. Weiter lesen

Cochenille und Opuntien – Plantagen auf Lanzarote

Rund um Guatiza und Mala, an Lanzarotes Ostküste, finden wir auch heute noch bewirtschaftete, weitläufige Felder mit Feigenkakteen ( Opuntien ).

Kakteenfelder bei Guatiza

Die Cochenille – Schildlaus bewohnt als Schmarotzer diese genügsamen, stacheligen Pflanzen. Die Opuntien wurden im 16 Jahrhundert aus Mittelamerika hierher importiert, denn ihre Früchte sind sehr wohlschmeckend.

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JARDÍN DE CACTUS – Der Kaktusgarten

Kaktusgarten Guatiza

In der Ortschaft Guatiza, in der Gemeinde von Teguise, befindet sich der Kaktusgarten.

Die landwirtschaftliche Region in der César Manriques letztes Werk auf Lanzarote eingebettet ist, ist gekennzeichnet durch Plantagen von Feigenkakteen.

Auf diesen, aus Mittelamerika importierten, Pflanzen lebt die Cochinille.

Durch diese Schildlaus erhält man den natürlichen Farbstoff Scharlachrot. Traditionell als Farbstoff für die Textilindustrie genutzt, findet dieser auch Verwendung in der Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie.

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