Casa Museo Museum César Manrique in Haria

Einen ganz intimen Einblick in das Leben César Manriques erhält man beim Besuch des Museo César Manrique Haus in Haria. Das letzte Wohnhaus des Künstlers ist ein Museum der besonderen Art, malerisch ins Tal der tausend Palmen eingebettet. Hier lebte, wohnte und arbeitete Manrique von 1988 bis zu seinem Unfalltod 1992.

Museo César Manrique Haria

Das ganze Anwesen strahlt eine ruhige und natürliche Atmosphäre aus. Im großen Gartren stehen viele der Palmen, die dem Tal den Namen geben. Manrique suchte bewußt die Ruhe, hier war der Rückzugsort, hier war er ganz privat.

Durch das Haus selbst führt ein empfohlener Gang. An einigen Stellen erkennt man die Grundmauern des originären Bauernhaus welches hier stand und auf denen Manrique dieses Haus aufgebaut hat. Es finden sich zahlreiche Gestaltungselemente seiner ihm eigenen Architektur, verbunden mit traditioneller Bauweise. Der erste Hof, den man erreicht, ist der sogenannte Zitronenhof, gepflastert mit Lavasteinen. Ein Backofen und zahlreiche Dekorationsgegenstände schmücken diesen Patio. Im Haus selbst findet man wieder die Verbindung zur Natur: natürlicher Lichteinfall von oben und durch große Fensterfronten, viele Pflanzen. Immer wieder begegnet man Skulpturen aus verschiedenen Materialien, die vom Künstler selbst erschaffen wurden.

Museo César Manrique Haria

Über dem Bett in seinem Schlafzimmer hängt ein abstraktes Gemälde seiner Serie „Enterrados“ von 1974.

Typische Deckentäfelungen und hölzerne Giebeldecken bringen eine warme Grundstimmung in das Haus. Im Wohnzimmer sind fast alle Stilelemente harmonisch vereint und auch die Badezimmer sind fast mit der Außenumgebung verschmolzen.

Museo César Manrique Haria

Manchmal nimmt der Besuch voyeuristische Züge an, etwa wenn man die offenen Kleiderschränke, die Pantoffeln, die Bäder und vor allem sein Atelier betrachtet. Dabei ist es sehr wertschätzend gemacht. Auf jeden Fall ist man ein Bühnengast, der ein wenig vom Manriquegeist aufschnappt. Das Haus ist in etwa so belassen, wie er sein Refugium das letzte Mal verließ und für diejenigen interessant, die dem Menschen César Manrique näher kommen möchten.

Museo César Manrique Haria

So sind auch die Arbeiten zu einem Schwimmbecken in dem Zustand verblieben, wie diese bei seinem Tod waren.

 

 

Das Haus/Museum ist täglich von 10.30 Uhr bis 14.30 Uhr geöffnet. Letzter Einlass 13.50 Uhr.

Eintritt: 10 €/Erwachsene; 5 €/ Kinder, Kombiticket mit der Fundación in Tahiche: 15 €

Ein Interview mit César Manrique mit dem SPIEGEL aus dem Jahre 1988 >

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